Fiat lux!

30. Juli 2012

Neulich hat eine Freundin einige Outdoor-Porträts machen lassen. Zwar war der Himmel mit Wolken verhangen, doch der Fotograf hatte in der Nachbearbeitung künstliches Sonnenlicht eingefügt, sodass trotz trübem Tag eine frühlingshafte Lichtstimmung entstand. Und ich fragte mich, seit ich die Bilder gesehen hatte: Wie hat er das nur gemacht? – Heute habe ich mich durch verschiedene Tutorials gewühlt, das eine oder andere noch meiner Gewohnheit angepasst – und da ich ein Weilchen suchen musste, bis ich etwas Anständiges gefunden hatte, will ich die Arbeitstechnik hier mit allen Interessierten teilen.

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Zu analogen Zeiten bedeutete Crossentwicklung (auch als »cross processing« bezeichnet) eine Umkehrentwicklung des Positiv- oder Negativfilms. Das Ergebnis waren knallige, teilweise leicht verschobene Farben und erhöhte Kontraste, die dem Bild eine ganz charakteristische Anmutung geben. Bei Digitalbildern lässt sich dieser Effekt mittels Bildbearbeitung simulieren – und das mit recht einfachen Mitteln …

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Um in einem Bild bestimmte Tonwertbereiche selektiv zu bearbeiten, bietet sich die Arbeit mit der Gradationskurve an. Leider erschließt sich diese nicht so intuitiv wie diejenige mit Helligkeits- und/oder Kontrastreglern. Hat man sich jedoch ersteinmal damit vertraut gemacht, ist sie das Präzisionswerkzeug der Wahl, da sie alle Möglichkeiten bietet, die einem durch Einschränkungen vorgefertigter Einstellungs-Regler verwehrt bleiben. Im Folgenden möchte ich daher ein paar Grundlagen der Arbeit mit der Gradationskurve vermitteln, die als Einstieg zur eigenen Beschäftigung mit ihr dienen sollen.

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Mein Workflow am Beispiel

8. Januar 2011

Es gibt Puristen, die fotografisch nur das gelten lassen, was aus der Kamera kommt. Zu diesen gehöre ich nicht! Umgekehrt halte ich nicht viel davon, in Photoshop 20 Filter über das Bild zu jagen, um zu sehen, was dabei herumkommt. (Meistens nämlich Pixelmatsch!) Eine zielführende Nachbearbeitung am Rechner indes gehört für mich ebenso zum Fotografieren wie der Druck auf den Auslöser. Am Beispiel des zuletzt geposteten Bildes (»Ich beobachte dich!«) möchte ich für Interessierte einmal etwas ausführlicher nachvollziehen, was zwischen dem Download von der Kamera und dem Upload für den Blog in puncto Bearbeitung passiert ist, wobei ich hier nicht jede einzelne Reglereinstellung, sondern eher den Workflow als Ganzen wiedergeben will.

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Ob auf dem Kamera-Display oder bei der Nachbearbeitung am heimischen Rechner – das Histogramm ist ein wichtiges Werkzeug für Digitalfotografen, und seine Nützlichkeit erschöpft sich nicht allein darin, Unter- oder Überbelichtungen sofort ausmachen zu können. Wenn Bilder beispielsweise ein wenig flau oder farblos aus der Kamera kommen, wird meist nicht der volle Tonwertumfang genutzt, und im Gegensatz zur Über-/Unterbelichtung lässt sich dies gut in der Nachbearbeitung beheben, wobei ich das Histogramm für den kompletten Workflow verwende.

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Wenn man als Anfänger Landschaften fotografiert, ist das Ergebnis vor dem heimischen Recher meist enttäuschend: Entweder ist der Himmel strahlend blau, aber Wiesen und Wälder sind zu dunkel, oder man sieht leuchtend grüne Flächen, der Himmel ist jedoch nur blassblau mit weißen Flecken, die einmal Wolken waren. In Photoshop den Farbregler hochzudrehen, verschlimmert das Bild häufig nur noch (etwa durch hässliche Artefakte). Das Problem ist, dass der große Tonwertumfang der Szenerie die Kontraststeuerung der Kamera schnell überfordert, und wenn man nicht manuell eingreift, sind die Ergebnisse oft nicht optimal. Wie man mithilfe eines Grauverlaufs dennoch saftig-grüne Wiesen unter einem tiefblauen Himmel mit gut durchgezeichneten Wolken hinbekommt, möchte ich hier kurz erklären.

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Weichzeichner mit Biss

2. März 2009

ebv2bAuch wenn der erste Gedanke beim Wort »Weichzeichner« oft in Richtung kitschig-verträumter Bilder geht, kann er – wohldosiert eingesetzt – eine ganze Reihe nützlicher Funktionen für das Bild übernehmen. Auf Poträts etwa kann er die Haut ebenmäßiger wirken lassen, auf Architekturfotos Flächen homogenisieren etc. Für einen ordentlichen Weichzeichnungs-Effekt bietet Photoshop (oder GIMP) aber zunächst keine allzu brauchbare Auswahl. Der ›Gaußsche Weichzeichner‹ allen voran erzeugt einfach einen verschwommenen Bildbrei, ohne dass die Zeichnung wichtiger Bildelemente erhalten bliebe. Glücklicherweise lässt sich ein Bild auf sehr einfache Weise weichzeichnen, ohne dabei die Erkennbarkeit einzubüßen. Den Rest des Beitrags lesen »

Tonemapping mit Bordmitteln

19. Februar 2009

ebv2bAls »Tonemapping« bezeichnet man die Reduzierung des Helligkeitsumfangs eines Bildes. Diese Technik kommt als Effekt bei HDR-Bildern zum Einsatz, kann aber auch behutsam verwendet werden, um dunkle Bildbereiche aufzuhellen und mehr Zeichnung ins Bild zu bringen. Die gängigste Methode ist das Aufnehmen mehrerer Bilder mit unterschiedlicher Belichtung (Belichtungsreihe), die anschließend mit Hilfe einer entsprechenden, oft kostspieligen Software miteinander verrechnet werden. Aber auch mit nur einem Bild und Software-»Hausmannskost« (in meinem Fall Photoshop Elements 7) lässt sich diese Arbeitstechnik umsetzen. Den Rest des Beitrags lesen »